FLUGHAFEN BRAUNSCHWEIG-WAGGUM 1934, im Jahr der Gründung der "Flughafengesellschaft Braunschweig", begann man mit dem Bau des neuen Flughafens in Waggum, der 1936 nach nur knapp 2 Jahren Bauzeit seinen Flug- und Dienstbetrieb aufnahm. Mit der Integration des Flughafens in das Netz der "Lufthansa" im Jahr 1937 nahm der Flugbetrieb erheblich zu. 1939 wurde der Flughafen Waggum Militärflughafen. Während des Krieges fürchtete man eine verstärkte Bombardierung des Waggumer Flughafens und so wurde nahe der Ortschaft Grassel ein Scheinflughafen aus Holz angelegt, der die Aufmerksamkeit der Bomberverbände auf sich ziehen und vom eigentlichen Flughafen ablenken sollte. Diese Tarnung hielt allerdings nur kurz: 1942 warf ein britischer Flieger eine Holzbombe über dem Scheinflughafen ab. Diese soll die Aufschrift "Holz auf Holz"getragen haben... Aufgrund der Lage Braunschweigs und der guten Infrastruktur mit dem neuen, leistungsstarken Flughafen wurde beschlossen, hier eine Luftfahrtforschungsanstalt (LFA) zu errichten. Und so entstanden fünf Institute, in denen Forschungen zur Aerodynamik, Gasdynamik und Festigkeit, sowie Waffen- und Motorenforschung betrieben wurden. Die "Luftfahrt-Forschungsanstalt Hermann Göring" - so wurde die Anlage ab 1938 genannt - beschäftigte ca. 1500 Menschen und hatte insgesamt 60 Millionen Reichsmark gekostet. Zum Vergleich: Ein Einfamilienhaus kostete damals etwa 10.000 RM!
 

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